Ein Jahr selbstständig – eine ehrliche Bilanz

Ein Jahr selbstständig. Es wird Zeit für eine ehrliche Bilanz.

Vor einem Jahr habe ich BETTERTRUST verlassen, um als freier Webentwickler zu arbeiten. Mein Stack: Ruby on Rails, Nuxt und TYPO3. Die fachliche Seite war nie das Problem. Der Markt schon.

Zwölf Monate und in keinem einzigen davon konnte ich wirklich vorausplanen. Jeden Monat habe ich neu schauen müssen, wie ich auf ausreichend Stunden komme, wo ein Projekt angestoßen oder weiterentwickelt werden kann. Ich habe jeden Monat neu durchgerechnet: Was kommt rein, was ist wahrscheinlich, reicht das? Rücklagen aufzubauen ist mir in diesem Jahr nicht gelungen. Und das obwohl ich meine monatlichen Fixkosten massiv reduziert habe. Die Auftragslage hat es schlicht nicht hergegeben.

Immerhin bin ich damit offenbar nicht allein: 43 % der Freelancer in Deutschland haben laut Freelancer-Kompass 2026 aktuell keine gesicherte Auslastung für die kommenden Monate. Im IT/Software-Bereich melden 23 % einen spürbaren Auftragsrückgang. Der durchschnittliche Stundensatz ist 2026 erstmals überhaupt gesunken. Das sind alarmierende Zahlen. Für mich als "Neu-Freelancer" war das natürlich ein Sprung ins eiskalte Wasser.

Wie geht es jetzt also weiter? Ich habe jetzt noch wenige Monate Runway. In der Zeit muss ich Projekte finden, die mir entweder erlauben meine Reserven aufzufüllen oder über einen längeren Zeitraum verlässlich für Auslastung sorgen. Sonst muss ich mir wieder einen Arbeitgeber suchen.

Hier also nochmal mein Aufruf: Ich habe aktuell noch einige Kapazitäten frei.

Ihr braucht eine Unternehmenswebsite oder ein Update für eure TYPO3-Seite? Meldet euch! Ihr habt ein spannendes Ruby on Rails oder Nuxt-Projekt? Meldet euch! Ihr wollt sondieren, welche Prozesse euch KI-Tools abnehmen können? Lasst uns sprechen! Wenn bei dir oder in deinem Netzwerk gerade was ansteht – ich freue mich über eine Nachricht.

#Freelancer #Selbstständigkeit #WebDevelopment